Review: Singapore Airlines Business Class (A350)
- Tim Jergolla
- 11. März
- 4 Min. Lesezeit

Immer, wenn ich in einem Flieger im Sitz einer Business-Class Platz nehme, gehen mir zwei Dinge durch den Kopf:
Wahnsinn, was mit Meilen und Punkten möglich ist. Dafür bin ich sehr dankbar.
Wie wird das Erlebnis an Bord wohl werden?
Vor allem den zweiten Punkte möchte ich hier zusammen mit euch auswerten. Hier ist meine Review und Bewertung zur Singapore Airlines Business Class im A350 auf der Strecke von München nach Singapur.
Buchung
Gebucht habe ich für meinen Freund und mich bereits im Februar 2025 den Hinflug, und im März den Rückflug. Das war gar nicht so einfach, da bei Miles & More und begrenzte Verfügbarkeiten für Flüge mit Singapore Airlines frei waren.
Wie man das ganze jedoch trotzdem relativ fix buchen und die Verfügbarkeiten prüfen kann, zeige ich euch hier.
Gekostet haben die Flüge (damals noch zur alten Award Chart) 142.000 Meilen (Hin- und Rückflug) pro Person.
Check-in und Lounge
Der Check-in war problemlos über die Singapore Airlines App möglich, dort hatte auch schon weit im voraus unsere Sitzplätze reserviert.
Auch kann dort das Menü an Bord eingesehen werden, und Gerichte über "Book the Cook" gebucht werden. Darüber könnt ihr aus vielen Gerichten wählen, die nur bis zu wenige Stunden vor Abflug buchbar sind, und auch gebucht werden müssen. Die Gerichte, die es bei "Book the Cook" gibt, stehen nämlich nicht auf der Menükarte, die ihr dann an Bord habt, da dort eine kleinere Auswahl geboten ist.
Das Gepäck haben wir am Business Schalter aufgebeben, was sehr schnell und unkompliziert ging. Man hat uns dann noch in die Lufthansa Lounge eingeladen, wobei ich diese nicht als besonders gut empfunden habe. Ich bin generell kein Fan der Lufthansa Lounges, da sie meist sehr voll, und das Angebot für mich als Vegetarier eher überschaubar ist.
Auf dem Rückflug durften wir die Business Class Lounge von Singapore Airlines ausprobieren, und so viel sei gesagt: dazwischen liegen Welten.
Willkommen an Bord
Pünktlich zum Boarding wurden wir als Business Class Gäste als erstes in den Flieger gelassen.
Das erste, was mir auffiel war die wirklich wahnsinnige Deckenhöhe über den Mittelsitzen, die wir reserviert hatten. Es gibt über den Mittelsitzen keine Gepäckfächer, sodass hier ein unglaubliches Raumgefühl entsteht, was ich so noch nicht erlebt habe.
Auch wurde ich direkt mit Namen begrüßt und ein Willkommensdrink (Orangensaft, Champagner oder Singapore Sling) angeboten. Die Stewardess war dabei extrem aufmerksam: als mein Freund und ich anstoßen wollten, hatte sie direkt angeboten, ein Bild von uns zu machen. Wow!
Es kam dann noch ein heißes Tuch und die Speisen wurden noch einmal abgefragt. Dazu gab es noch ein paar Nüsse und dann hieß es Abflug nach Singapur.
Der Sitz und der Komfort
Beim Hineinsetzen in den Sitz fiel mir direkt auf, wie breit der Sitz ist. Ich bin relativ schmal und hatte daher unglaublich viel Platz - hier hätte fast noch eine zweite Person reingepasst.
Am Platz lagen dann bereits ein sehr großes und bequemes Kissen und die Bettdecke bereit. Auch Slipper, Kopfhörer, Ohrstöpsel, Schlafmaske und eine Flasche Wasser lagen direkt am Sitz.
Singapore Airlines hat keine Amenity Kits in dem Sinne, stattdessen kann man jederzeit nach etwas fragen, oder man nimmt sich in den Waschräumen das weg, was man braucht.
Auch die Menükarte lag am Platz, die extrem viele Getränke und Speisen anbot.
Der Sitz selbst lässt sich dabei in verschiedene Positionen fahren, und auch in ein komplett flaches Bett umwandeln. Dafür muss der Sitz umgeklappt werden, dafür kann man den Flugbegleitern bescheid geben, oder man macht es selbst. Die Crew hat aber immer genau im richtigen Moment gefragt und den Wunsch quasi von den Lippen abgelesen.
Das Bett ist dabei durchaus bequem, es kommt mit einem zweiten Kissen und einer Auflage daher. Etwas ungewohnt ist dabei nur, dass man schief schlafen muss, um Füße unter den Sitz vor einem zu legen. Auch die Auskerbung unter dem Sitz vor einem hat beim Schlafen ein wenig gestört.
Am Ende konnte ich aber dennoch knappe 4 Stunden schlafen, was bei der Zeitverschiebung von sieben Stunden viel wert ist.
Bordgastronomie
Beim Essen konnte man wie erwähnt aus einer wirklich großen Auswahl wählen. Nur für Vegetarier und Veganer ist die Auswahl dann doch etwas beschränkt, aber man wird fündig. Ich habe mich für Ricotta Pasta und Hafer-Pancakes entschieden, beides war extrem lecker und vor allem heiß.
Als Nachspeise habe ich dann noch eine Käseplatte und ein Himbeereis probiert, mein Freund hatte einen ebenfalls sehr guten Schokokuchen.
Hier gab es kaum Unterschiede zu einem Restaurant an Bord.
Bei den Getränken kann ebenfalls aus diversen Cocktails, Mocktails, Tees und Kaffeesorten gewählt werden.
Während des Fluges kann man außerdem jederzeit aus einer kleinen Karte weitere Speisen, wie zum Beispiel ein Focaccia, bestellen.
Crew
Ein Flug ist immer so gut wie die Crew. Das habe ich auf diesem Flug wieder gemerkt. Die Crew wirkte nicht nur eingespielt, sie war vor allem extrem zuvorkommend, und gleichzeitig sehr humorvoll.
Immer wieder wurde ich mit meinem Namen angesprochen und wirklich jeder Wunsch von den Lippen abgelesen.
Sobald mein Getränk leer war, wurde mir ein neues angeboten, gleiches gilt für Essen. Auch hier wurde jederzeit gefragt, ob ich etwas benötige.
Auch beim Bett wurde ich genau zum richtigen Zeitpunkt gefragt, ob ich schlafen möchte und wann ich geweckt werden möchte.
Eine Story, an der man den Einsatz der Crew erkennt, habe ich auch direkt:
Mein Freund wollte kein Fruchtjoghurt haben und wurde gefragt, was er denn stattdessen gern isst. Er sagte, dass er Vanille gern mag.
Die Stewardess sagte, sie wird es irgendwie hinbekommen, ein Vanillejoghurt zu besorgen. Knappe 10 Minuten später bekam er ein Vanillejoghurt serviert. Das ist Service, der in Erinnerung bleibt!
Fazit
12 Stunden Flug - es kam mir vor wie wenige Stunden, beziehungsweise eher wie ein Kurzstreckenflug.
Die Crew war so zuvorkommend, freundlich und gleichzeitig lustig, so habe ich selten einen Flug erlebt.
Vor allem das, aber auch die anderen Dinge haben diesen Flug extrem angenehm gemacht, sodass ich am Ende mit einem Lächeln und einem großen Dankeschön von Bord gegangen bin.
Singapore Airlines und deren Crew wird oft als die beste Airline der Welt gewertet - nun verstehe ich, warum.











































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