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Review: Taschenbergpalais Kempinski Dresden Bewertung (mit Fotos)

18. Sept.
7 Min. Lesezeit
Prachtvolle Fassade des Grand Hotel Taschenbergpalais mit rotem Teppich und offenem Eingang im Innenhof, gelbe Barockarchitektur.
Eingang des Taschenbergpalais Kempinski Dresden

Es ist nicht nur das erste 5-Sterne-Luxushotel in Sachsen gewesen, sondern weist wohl kaum wie ein anderes Haus eine lange Geschichte auf. Vom Wohnsitz der Königsfamilie über die Zerstörung zur Kriegszeit, bis hin zum Wiederaufbau:S

Seit mehr als 30 Jahren gibt es das Taschenbergpalais Kempinski Hotel in Dresden.


Im Jahr 2024 wurde es für mehrere Millionen renoviert, doch die Frage ist: hat das Hotel seinen Charme behalten? Und was könnt ihr von einem Aufenthalt zwischen Semperoper und Dresdner Zwinger erwarten?


Darum soll es in meiner Bewertung und Review zum Taschenbergpalais Kempinski Dresden gehen.


Schaut neben dieser schriftlichen Review auch gern mal bei YouTube vorbei, dort findet ihr noch mehr Impressionen und auch eine komplette Roomtour:



Buchung

Über GHA hat mich das Hotel für eine Nacht im King Palais Zimmer vom 13. September zum 14. September 288 Euro gekostet. Durch die Vorteile der Buchung bei einem VIP-Reiseberater gab es zusätzlich noch Frühstück, ein Upgrade und Early-Check-In und Late-Check-Out nach Verfügbarkeit dazu.


Durch meinen GHA Platinum Status hätte es das Upgrade nach Verfügbarkeit auch so gegeben.


Lage



Viel besser kann ein Hotel in Dresden wohl kaum liegen.

Direkt neben dem Hotel liegt der Zwinger, gegenüber des Hotels findet man die Semperoper und das grüne Gewölbe mit dem Residenzschloss.

Auch die weiteren Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche, Coselpalais oder auch das Schloss sind nur wenige Schritte vom Hotel entfernt.


Blick durch rundes Fenster auf barocke Gebäude, Platz und gelbe Straßenbahn in der Stadt unter grauem Himmel.
Die Zimmer haben teilweise Blick auf Zwinger und Oper

Vom Hauptbahnhof ist man mit der Tram in etwa zehn Minuten am Hotel, ebenso per Taxi, auch zu Fuß ist man nur etwas mehr als 20 Minuten am Taschenbergpalais Kempinski in Dresden.


Service und Check-In

Bereits einige Tage vor Anreise bekam ich vom Hotel eine E-Mail, in der ich meine Ankunftszeit, und auch Wünsche bezüglich der Zimmerlage und zum Beispiel Wünsche zu besonderen Kissen äußern konnte.


Wir waren bereits gegen 13:00 Uhr im Hotel und wurden dort sehr freundlich empfangen, auch der Koffer wurde direkt abgenommen.

Das Zimmer war bereits fertig, was mich sehr freute. Ebenso durfte ich mich über ein Upgrade auf ein Deluxe Palais Zimmer freuen, das noch einmal ein wenig größer als das ursprünglich gebuchte King Palais Zimmer war. Dazu aber später mehr. Während des Check-Ins bekamen wir noch einen Sekt oder ein anderes Getränk angeboten, was ich grundsätzlich immer sehr angenehm finde.


Hotel-Lobby mit großer Holzskulptur, Kronleuchter und farbigen Sitzgruppen; warme, elegante Atmosphäre.
In der Lobby spielt der Kronleuchter auf den Verlauf der Elbe an, die beiden Skulpturen an Gräfin Cosel, die das Palais einst geschenkt bekam

Mir wurden noch einige Hinweise zum Frühstück und zu den Restaurants gegeben, ehe die Dame uns zum Fahrstuhl begleitete und uns auch eine Begleitung bis zum Zimmer anbot, was ich aber dankend ablehnte.

Insgesamt war das also eine sehr angenehme Check-in Erfahrung.


Beim Check-Out am nächsten Tag gab es leider ein paar Probleme, da ich meine Zimmerrechnung mit GHA Dollar bezahlen wollte. Dies klappte vor Ort nicht, sodass ich später eine Rechnung per Mail bekam, die jedoch nicht stimmte.

Das ist nicht dramatisch, ein schnellerer Ablauf vor Ort wäre jedoch besser gewesen.


Zimmer

Unser Deluxe Palais Zimmer 221 lag ziemlich am Ende des Ganges, was ich sehr begrüßte, da es so etwas ruhiger im Flur war.


Elegantes Schlafzimmer mit großem Bett, Lampen, Fenster und goldenen Akzenten; ruhige, luxuriöse Atmosphäre.
Schlafzimmer mit großem Bett und vielen Kissen

Beim Betreten des Zimmers war die Deckenhöhe direkt der erste WOW-Effekt. Ich habe zuhause bereits hohe Decken von 3,20 Metern, diese hier gehen weit über 4 Metern hinaus, wie mir bei einer späteren Hausführung erklärt wurde.

Dadurch bekommt das Zimmer ein unschlagbares Raumgefühl.


Das Zimmer hatte direkt zu Beginn einen langen Gang, was ich persönlich sehr schön fand, da man sonst oft direkt im Zimmer steht. Dadurch gab es auch mehr als genug Platz für mehrere Koffer, auch der Stauraum rechts am Gang war durch mehrere Schränke und vor allem ausreichend Bügeln mehr als genug.


Blick durch goldene Vorhänge aus einem geöffneten Fenster auf einen ruhigen Innenhof mit Hausfassaden.
Ausblick auf Innenhof vom Gewerbe

Am Ende des Ganges wartete dann das Schlafzimmer, das nicht nur durch die Deckenhöhe groß wirkte, es war auch so extrem geräumig. Sehr angenehm fand ich, dass man die Fenster jeweils komplett öffnen konnte. Leider war die Aussicht eher nicht so schön.

Auch früh morgens wurde es aufgrund von Anlieferungen für die Restaurants und Cafés ziemlich laut.


Elegant eingerichtetes Schlafzimmer mit Doppelbett, Nachttischlampen und geometrischer Wanddeko in warmem Licht.
Schlafzimmer mit zwei Nachttischen und vielen Kissen

Rechts befindet sich ein großes, sehr bequemes Bett, das mit ausreichend Kissen und Dekokissen ausgestattet war. Auch die im Voraus bestellten Kissen und die zweite Bettdecke waren bereits auf dem Zimmer. Das muss ich an der Stelle loben, da das eher seltener direkt zu Beginn schon organisiert ist.


Auf beiden Seiten gab es jeweils einen offenen Nachttisch mit Licht, auch Steckdosen und die Lichtsteuerung gab es an beiden Seiten.


Gegenüber des Bettes befand sich die Minibar gegen Gebühr, eine Kaffeemaschine (Kapseln inklusive) und eine Flasche Wasser. Darüber befand sich ein großer Fernseher mit Zugang zu Netflix und anderen Diensten. Dort können auch Informationen wie Speisekarten der Restaurants oder auch die Roomservice-Karte abgerufen werden.


Zwei kleine Kuchen auf weißem Teller: ein pinker und ein dunkler Schokokuchen auf hellem Tisch.
Willkommensgeschenk

Dort stand dann auch das kurz nach Check-In gebrachte Willkommensgeschenk, das aus zwei kleinen Küchlein bestand, auf die ich aufgrund meiner Erdnussallergie verzichtete. Schön fand ich, dass auf Nachfrage ein sehr schöner Obstkorb gebracht wurde.


Moderne Dusche mit Marmorwand, bronzefarbener Armatur und drei schwarzen Pflegeflaschen auf Ablage.
Dusche mit Regendusche

Angenehm fand ich auch, dass das Badezimmer und die Toilette getrennt sind, was man so oft nur in Juniorsuiten oder höheren Zimmerkategorien vorfindet.


Luxuriöses kleines Bad mit Marmoroptik, rundem Waschbecken, Toilette, Spiegelleuchten und Handtüchern.
Separate Toilette

Das Badezimmer selbst ist mit Badewanne und separater Dusche mit Regenduschkopf und Handdusche ausgestattet, die beide einen sehr guten Wasserdruck und eine durchgehende Wassertemperatur liefern.

Auch die zwei separaten Waschbecken in der „kleineren“ Zimmerkategorie muss ich meiner Taschenbergpalais Kempinski Dresden Bewertung positiv hervorheben.


Elegantes Bad mit Marmoroptik, Doppelwaschbecken, Spiegeln und weißen Handtüchern; im Spiegel fotografiert sich eine Person.
Badezimmer mit zwei Waschbecken

Ein kleiner Kritikpunkt ist hier, dass es für beide Waschbecken auf der einen Seite Handcreme und auf der anderen Seite Seife gibt, was so für mich nicht so richtig praktisch war. Auch war die Lotion bereits am Abend nahezu leer, was man hätte vermeide können, indem man sie vor Check-In aufgefüllt hätte.


Ein weitere kleiner Kritikpunkt, dem ich aber nicht allzu viel Gewicht geben möchte, ist die Sauberkeit. Das Zimmer selbst war wirklich sehr sauber, die hohen Decken ziehen Staubflusen und Spinnenweben jedoch magisch an, und das hat man leider auch gesehen. Auch der Spiegel über dem Bett hatte leider eine etwas größere Staubschicht.


Im Großen und Ganzen hat mir die Einrichtung der Zimmer extrem gut gefallen.

Bei einer späteren Hausführung durfte ich mir auch einige weitere Zimmerkategorien wie eine Junior Suite oder auch Palais Zimmer mit Ausblick auf die Semperoper und den Zwinger anschauen.


Blick durch offene Tür in elegantes Zimmer mit großem Fenster, Vorhängen, Holzboden und blauem Teppich; ruhig und hell
Zimmer mit Blick auf den Zwinger

Aufgrund der Architektur des Hauses ähnelt sich kaum ein Zimmer, wodurch jede Zimmerkategorie und jedes Zimmer selbst einzigartig ist.

So haben einige Zimmer auch runde Fenster, andere sogar einen kleinen Balkon.

Alle Zimmer haben jedoch eines: die hohen Decken!


Elegante Hotellounge mit rosa Sofa, blauem Sessel, Muster-Tapete, Türen und TV; ruhige, stilvolle Atmosphäre.
Juniorsuite

Auch sonst muss ich sagen, dass das Hotel nach der Renovierung wirklich schön gestaltet ist. Überall findet man ein helles blau oder ein zartes Rosa, das nicht nur edel, sondern auch ein wenig historisch wirkt.


Eleganter heller Flur mit Kronleuchtern, Stuckgewölbe und Glastüren zum Innenhof; ruhig und luxuriös.
Auch die Hausflure sind immer wieder ein Foto wert

Meiner Meinung nach hat man es hier wirklich gut hinbekommen, die Geschichte des Hauses zu wahren und gleichzeitig moderne und zeitgemäße Zimmer mit einer hochwertigen Ausstattung zu gestalten.


Elegantes Treppenhaus mit Kronleuchtern, weißen Geländern und Blumenarrangements in hellem, luxuriösem Ambiente.
Die Beletage

Allein die Beletage mit ihren Kronenleuchtern und Treppenhäusern ist ein Besuch wert.


Frühstück und Gastronomie

Das Hotel selbst bietet gleich mehrere Restaurants an: mit dem „Kastenmeiers“ hat man ein Fischrestaurant, das auch am Morgen gleichzeitig das Frühstücksrestaurant ist.

Außerdem hat nun „Das Palais“ wieder geöffnet, wo es Gourmet-Küche gibt.


Außerdem gibt es noch die Patisserie Amalie, die ich auch besucht habe, und die Bar 1705.


Frühstückskarte auf weißem Tisch neben einem Glas gelbem Saft; elegantes Hotelambiente.
Kleiner Shot zum Start in den Morgen

Das Frühstück im Kastenmeiers startete ungewohnt mit einem Shot aus Maracuja. Ich finde solch einen Start immer sehr schön, so etwas habe auch schon in meiner Bewertung zum Conrad Hamburg erlebt.


Nachdem man uns zum Tisch führte, gab es direkt die Möglichkeit, einen Kaffee oder andere Getränke zu bestellen, ehe wir dann aus der Speisekarte zum Frühstück bestellten. Hier findet man klassische Gerichte wie Eggs Benedict, aber auch eine Bowl mit Granola oder Kurkuma.

Ansonsten gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich am Buffet zu bedienen.


Hand hält Frühstücksmenü im Restaurant, deutsch/englisch: Guten Morgen/Good Morning, Eier- und Porridge-Gerichte.
A-La-Carte Gerichte zum Frühstück

Angenehm fand ich beim Frühstück nicht nur den sehr aufmerksamen Service, sondern vor allem die Portionsgrößen der A-La-Carte Gerichte, die so waren, dass man mehrere Dinge probieren konnte ohne gleich nach der ersten Bestellung satt zu sein.


Käseauswahl auf schwarzer Platte mit Steckschildern, darunter Morbier und Fromage d’Ambert, mit Trauben und Gabeln.
Große Käseauswahl am Buffet

Auch sonst hat mich beim Buffet vor allem die Auswahl an Käse und Wurst begeistert, auch eine vegane Ecke gab es.


Bei schönem Wetter kann man sogar im sehr schönen Innenhof sitzen, das hatte aber das Wetter an dem Tag leider nicht zugelassen.


Steinfigur im Innenhof neben Loungemöbeln und Sonnensegeln vor heller Fassade, ruhige, elegante Atmosphäre
Innenhof des Kastenmeiers

Geschmacklich nicht so überzeugen konnte mich leider der Kaffee, der aus dem Vollautomaten kam und nicht so ideal abgestimmt war.


Dessert- und Kaffeetisch im Café mit zwei Cappuccini, zwei Desserts, Besteck und Speisekarte auf rosafarbenem Tablett.
Besuch in Patisserie Amalie

Am Nachmittag und auch zum Mittagessen habe ich die Patisserie Amalie besucht, die geschmacklich und beim Thema Service absolut überzeugen konnte. Hier schmeckte auch der Kaffee wesentlich besser.


Pasta, Tee und Teekanne auf Marmortisch; zwei Gedecke, Besteck und Servierglocke in hellem Café.
Trüffelpasta in der Patisserie Amalie

Nur das Ambiente ist hier nicht so ideal, da man ein wenig das Gefühl hat, im Durchgang oder Eingang zu sitzen.


Freizeit und Sport

Neben einem kleinen Fitnessstudio, das aber trotz der Größe die wichtigsten Geräte und Utensilien hat, gibt es auch einen sehr schön gestalteten Innenpool und Spa-Bereich.

Der Pool hat eine angenehme Größe, sodass hier sogar ein paar kleinere Bahnen schwimmen kann, auch Saunen und Behandlungsräume gibt es.


Blau beleuchteter Indoor-Pool mit drei runden Liegenischen, warmes Licht in den Nischen, ruhige Spa-Atmosphäre
Großer, schöner Innenpool mit Sitznischen

Fazit

Das Taschenbergpalais Kempinski Dresden weist eine Geschichte auf, die wohl so kein anderes Haus in Dresden hat.

Gleichzeitig ist das Hotel nach seiner Renovierung absolut zeitgemäß.

Die Zimmer sind modern, wohnlich gestaltet und bieten bereits in den niedrigen Zimmerkategorien Vorzüge, die andere Hotels erst ab einer Suite anbieten.


Das Personal war zu jeder Zeit freundlich und zuvorkommend, auch das Frühstück und die Auswahl am Buffet konnten mich begeistern.

Kleinere Kritikpunkte sind die Staubweben an den hohen Decken, und die Lautstärke am Morgen in unserem Zimmer, was sich aber vermeiden lässt, wenn man das Fenster schließt.


Wer in Dresden also in einem geschichtsträchtigen Haus übernachten möchte und trotzdem den Komfort eines modernen Luxushotels haben möchte, kann im Taschenbergpalais Kempinski in Dresden sicherlich eine wundervolle Zeit verbringen.





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